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Eine Ferien- und Zeitreisegeschichte über heute und damals – und die Geschichte einer Freundschaft, die ein Jahrhundert überwindet

Tita langweilt sich. Ferien auf dem Land sind ja so öde, wenn man aus der Stadt kommt, zwölf Jahre alt ist und alle Freunde exotische Reiseziele haben. Titas Vater ist arbeitslos, das Geld ist knapp, die Eltern streiten sich. Tita will eigentlich nur etwas mehr „Action“. Doch dann trifft sie Leo. Leo ist anders. Er ist ernster als Tita, arbeitet neben der Schule im Lebensmittelladen seines Vaters. Seine Mutter ist schwer krank. Und er sammelt Schmetterlinge.

Leo lebt in einer anderen Welt – hundert Jahre von Titas Welt entfernt. Plötzlich ist es von 1899 bis 1999 nur noch ein Katzensprung. Eine Freundschaft entsteht und die beiden lernen, ihre Umgebung mit den Augen des anderen zu sehen. Und merken: Es gibt Dinge, die sind fern von allen zeitlichen und kulturellen Unterschieden. Mathe mögen beide nicht. Reiten ist auch hundert Jahre später noch toll. Und mit Taschenrechner, alten Briefmarken, Antibiotika und Träumen kann man viel erreichen – in beiden Welten. Ohne erhobenen Zeigefinger, ganz zart erzählt „Tita und Leo“ die Geschichte einer Freundschaft.

100 Jahre – nicht mehr als ein Windhauch? Bei „Tita und Leo“ scheint es so. Die Ferien- und Zeitreisegeschichte mit temporeichen Orts- und Zeitwechseln ist auch die Geschichte einer Freundschaft, die ein Jahrhundert überwindet. Besonders ist, dass das Sprechtheater und die instrumentale Musik eine Einheit bilden und sich in dieser Synthese dramaturgisch ergänzen und verstärken: musikverwobenes Theater.